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Besser als beim letzten Mal


Am 03./04. Oktober 1997 reisten die Softball-Damen der Olympic Academics nach Frankfurt, um dort die bayerischen Farben auf der Deutschen Softball Meisterschaft zu vertreten. Als Ziel hatte man sich dieses Jahr die Qualifikation für das Halbfinale gesetzt, welches man im letzten Jahr nur um einen Run im Exta-Inning verpaßt hatte.

Als Erster der Süddeutschen Meisterschaft waren die Academics automatisch in Gruppe 2. Hier hatte man es mit dem Deutschen Meister 1995, den Hamburg Knights, den Mainz Athletics und den Berlin Capitals zu tun.

Gruppe 1 setzte sich aus den Favoriten und Titelverteidigerinnen, den Mannheim Tornados, den Wesseling Vermins, den Hamburg Victoria Wildcats und dem Ausrichter der Veranstaltung, den Frankfurt Äpplers zusammen.

Am ersten Turniertag setzten sich in Gruppe 1 erwartungsgemäß die Tornados in den Gruppenspielen deutlich gegen ihre Konkurrenten durch (7:0 gegen die Wildcats, 11:1 gegen Wesseling und 10:2 gegen Frankfurt). Die Wesseling Vermins konnten sich bei ihrer ersten Teilname bei einer Deutschen Meisterschaft durch Siege über Frankfurt (3:1) und die Wildcats (11:5) fürs Halbfinale qualifizieren. Der Gastgeber Frankfurt gewann 10:7 gegen die Wildcats und sicherte sich einen Platz in Spiel um Platz 5.

In der anderen Gruppe ging es um einiges spannender zu. Die Academics mußten nach dem ersten Spiel ihr Ziel fast schon abschreiben. Obwohl sie die Mainzerinnen bei der Süddeutschen Meisterschaft jedesmal klar besiegen konnten, verloren sie hier wiederum gegen die Athletics (3:8). Die Knights aus Hamburg wurden ihrer Favoritenrolle in der Gruppe gerecht und besiegten Berlin mit 12:5. Auch in ihrem zweiten Spiel zeigten die Knights eine souveräne Leistung und setzten sich mit 10:3 gegen Mainz durch. Die Academics schienen nun endlich wach und dominierten deutlich die Capitals aus Berlin mit 10:1. Die letzte Chance lag nun für die Münchnerinnen noch im Spiel gegen die starken Hamburg Knights. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung schaffte man die Überraschung und siegte in einem Thriller mit 5:4. Da die Mainzerinnen gegen Berlin mit 8:6 gewannen, standen nach der Vorrunde drei Teams, die Academics, die Knights und die Athletics mit 2:1 Siegen da. Daher mußten nun die abgegebenen Runs und wegen Punktgleichheit letztendlich sogar noch der direkte Vergleich darüber entscheiden wer ins Halbfinale einziehen durfte. Somit wurden die Academics Gruppenerster vor den Knights.

Am zweiten Tag der perfekt organisierten Veranstaltung standen nun die Halbfinals Wesseling gegen die Academics und Mannheim gegen die Hamburg Knights an. Erneut war aber um 9 Uhr morgens die Stunde wohl etwas zu früh für die Münchnerinnen, verschliefen sie doch den Start in das Halbfinale auf dem noch mit Tau durchnäßten Platz komplett. Nach einem Spielstand von 15:2 nach zweieinhalb Innings konnten die Academics erst zum Ablauf der Zeitbegrenzung von 90 Minuten wieder aufholen. Doch leider reichte die Zeit nun nicht mehr aus und man unterlag mit 15:10 nach nur drei Innings. Im anderen Halbfinale besiegten die Tornados die Knights in einem hochklassigen Spiel mit 5:3.

Das Spiel um Platz 3 bestritten damit die Knights und die Academics in einer Wiederauflage des Gruppenspiels. Obwohl die Münchnerinnen auch diesmal eine gute Leistung zeigten, behielten nun aber die erfahreneren Knights mit 15:9 die Oberhand. Trotzdem hatten die Academics ihr Ziel erreicht und sich mit dem vierten Platz um einen Rang im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Sie zeigten, daß sie auch mit den vordersten Mannschaften Deutschlands mithalten können und an einem guten Tag durchaus in der Lage sind, diese zu schlagen.

Im Finale trafen die Mannheimerinnen nun auf die Vermins aus Wesseling. Wie im Gruppenspiel zeigten die Tornados vom ersten Inning an ihre Klasse und so war der 11:1 Sieg nach dem 5. Inning vollauf verdient. Die Mannheimerinnen konnten so ihren Titel deutlich verteidigen und trugen zum zweiten Mal den Deutschen Meistertitel mit nach Hause.

Die ca. 500 Zuschauer zeigten sich von den erbrachten Leistungen und der perfekten Organisation der Frankfurt Äpplers um Mascha Lentz auf dem Vorfeld des Frankfurter Waldstadions sehr begeistert. Den Veranstaltern darf man zu ihrem sechsten Platz bei soviel durcharbeiteten Nächten besonders gratulieren. Diese Veranstaltung läßt hoffen, daß sich Softball etwas aus dem Schattendasein befreit und zu mehr Popularität in der Baseballgemeinde und darüberhinaus kommt.


 
Meldung vom 07.06.2002
Autor: Georg Sagstetter
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