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  Baseballreport 14
Oben! Vereinsportrait der Grünwald Jesters
von Georg Decker

Die Erfolgsgeschichte der Grünwald Jesters begann 1990. Ein paar sportbegeisterte Jugendliche, nach USA-Aufenthalten von der Faszination des amerikanischen Nationalsports angesteckt, verwandelten die Wiese vor dem Forsthaus Wörnbrunn in ein improvisiertes Baseballfeld mit Bases aus Zeitungspapier und einem Segel als Backstop. Die ersten Spiele in der Landesliga gingen erwartungsgemäß verloren, nach einer starken Rückrunde erkämpfte man sich den 3. Platz der Abschlußtabelle mit 9:5 Siegen. Im Winter 90/91 wurde man jüngste Abteilung des TSV Grünwald; damals bereits dabei waren Spieler wie Frank Beer, Martin Schwarzenbeck, Jochen Benner und Bernhard Ertle. Die Leitung des Teams übernahm die legendäre Nr. 99, Florian 'Chewie' Vorderwülbecke.

Der sportliche Erfolg der Jesters setzte schnell ein, als man sich '91, unter anderem gegen die Rosenheim 89'ers (mit einem Pitcher namens Fechtig), in der Landesliga durchsetzte und in die Bayernliga einzog. Was allerdings nur eine kurze Zwischenstation sein sollte, denn renommierte Mannschaften wie die Baldham Boars und die Augsburg Gators konnten das Team aus dem Münchner Süden am Durchmarsch in die 2. Bundesliga nicht hindern. Seit 1993 also kämpfen die Jesters um Hits und Runs in Deutschlands zweithöchster Spielklasse, und dies nicht schlecht. Schon in ihrem ersten Jahr wurden sie Vizemeister hinter den Leonberg Lobsters (deren Präsident und Trainer Matthias Brunner später entscheidend in die Geschichte der Jesters eingreifen sollte). Zum erneuten Aufstieg reichte es jedoch nie ganz: Unter der Ägide der Trainer Andi Frischhut und kurzzeitig Fred Georgia mußten die Grünwalder nacheinander den Regensburg Legionären, Ladenburg Romans und Tübingen Hawks den Vortritt lassen und sich mit zweiten und dritten Plätzen begnügen.

Ab Mitte 1996 übernahm dann oben erwähnter Matthias 'Pit' Brunner die Leitung der Jesters. Seine Aufgabe war es dieses Jahr, zusammen mit Alex Dix aus zwei Mannschaften ein homogenes Team zu formen. Was war passiert? Ein großer Teil der Munich Brewers, Ex-Erstbundesligist und nunmehr Ligakonkurrent der Hofnarren, schloß sich den Grünwaldern an, bedingt durch die ungewisse Platzzukunft an der Säbener Straße und steigenden Fahrtkosten bei sinkenden Mitgliederzahlen. Was sich als Glücksfall für die Baseballabteilung des TSV Grünwald entpuppen sollte, denn gemeinsam entwickelte man sich nach eigener Aussage zum 'besten Jesters-Team, das jemals bestand'. Und das, obwohl in der Zwischenzeit durch den Weggang von Nationalpitcher Frank Beer nach Regensburg ein herber Verlust weggesteckt werden mußte.

Das seit mehreren Jahren in's Auge gefaßte Ziel des Erstligaaufstiegs konnte dann endlich in der Spielzeit 1997 verwirklicht werden. Die Jesters lieferten sich einen spannenden Dreikampf mit den Villingendorf Cavemen und den Ingolstadt Schanzern, lagen letztendlich aber durch die für sie sprechenden Tie-Breaker-Rules bei gleicher Punktzahl vor den Höhlenmenschen auf dem ersehnten ersten Platz. Überzeugen konnten die Grünwalder vor allem durch ihre geschlossen starke Offense, was der Batting Average des Teams von .340 verdeutlicht. Hervorzuheben vielleicht Neuzugang Luca Celli (.440, 28 RBI, 5 HR) und Eigengewächs Sascha Zeilinger (.437, 38 RBI, 6 HR). Doch auch die Defense glänzte, wie z.B. die Statistik von Pitcher Markus Klupta (ERA 2.17, 1 K pro Inning) und First Baseman Jochen Benner (Fielding Average .994 - bei 159 Chancen nur 1 Error) zeigt.

Das sollte allerdings nicht der letzte Aufstieg eines Teams der Grünwald Jesters dieses Jahr bleiben. Genauso erfolgreich wie ihre männlichen Kollegen erwiesen sich nämlich die Softballerinnen. Ihr Erfolg ist umso mehr zu würdigen, als daß sie 1997 erst ihre erste Saison überhaupt spielten. Und sofort gelang den Mädchen um die Trainer Jochen Benner, Frank Beer und David Grojzdek der Sprung von der Landesliga in die Bayernliga, vor routinierteren Rivalinnen wie den Haar Disciples und den Pöcking Bumble Bees!

Nicht vergessen werden darf die Jugendarbeit der Hofnarren. Ihr Juniorenteam wurde 1993 auf Anhieb bayerischer Vizemeister. Aus dieser Mannschaft spielen mittlerweile einige Talente bei den Herren, u.a. Sascha Zeilinger und David Grojz-dek. Derzeit wird ein Neuanfang mit einem neugegründeten Jugend- und Juniorenteam versucht, um die sich mit dem Australier Dave Ryan ein überaus erfahrener Mann kümmert.

Ebenfalls auf hohem Niveau spielt die zweite Herrenmannschaft der Jesters, die sich in vier Jahren von der Bezirksliga über die Landesliga in die Bayernliga hocharbeitete, wo sie dieses Jahr, unterstützt von ehemaligen Brewers, auf dem zweiten Platz landete. Einige Spieler wie Reinhard Miesbach, Thomas Hufnagel und István Podmaniczky empfahlen sich für die erste Mannschaft und konnten dort bereits einige Einsätze verzeichnen. Nachdem noch nicht alle Aufstiegsfragen bei BBSV und DBV geklärt sind, könnten sogar die Mannen um Coach Terrence Cooper als drittes Team der Jesters 1997 aufsteigen.

Wie wird es nun weitergehen bei den Hofnarren? Als zweite bayerische Mannschaft in der höchsten deutschen Spielklasse ist natürlich primäres Ziel, 1998 den Klassenerhalt zu sichern; notwendig werden sicherlich einige Neubesetzungen im Team, vor allem nach ausländischen Topspielern wird Ausschau gehalten. Zudem gilt es, sich als zweite Baseballhochburg in Bayern neben dem Funktionärszentrum Regensburg zu etablieren. Und wer weiß, vielleicht können dann die Jesters in ihrer ungewohnten Rolle als Underdog einigen Favoriten ein Bein stellen?

Das Augenmerk der Grünwalder richtet sich jedoch nicht ausschließlich auf das Aushängeschild 1. Mannschaft. Einsatz und Aufmerksamkeit wird selbstverständlich auch den anderen Mannschaften gewidmet, insbesondere dem Jugend- und Juniorenteam - und auch dem Altherrenteam. Und bei allen Erfolgen und sportlichen Wettkämpfen wird natürlich auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Denn sonst würden die Jesters nicht Jesters heißen.

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