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  Baseballreport 14
Schafft es Grünwald auch noch?
von Gerhard Gilk

Nach einer sehr langen Saison konnten am letzten Septemberwochenende die letzten Spiele der Bayernliga beendet werden und alle Teams waren sichtlich froh, als sie alle 31 Spiele absolviert hatten. Nicht jeder Verein war mit der Playoff-Runde - wenn man sie so überhaupt nennen kann - zufrieden, so daß über deren Sinn mehrmals diskutiert wurde. Letzendlich konnte sie nur eine Veränderung bringen und das war die Verbesserung der Grünwald Jesters 2, eine für Freising sicher bittere Pille, denn sie hatten nach Ende der Hin- und Rückrunde noch den 2.Platz belegt. Doch nun spielen die Jesters gegen Saulgau (Vizemeister aus Baden-Württemberg) um einen ziemlich sicher freiwerdenden Platz in der Regionalliga Süd-Ost.

Zum Abschluß noch einmal ein kleiner Rückblick auf die vergangene Saison:

Eine Mannschaft konnte in diesem Jahr die Bayernliga dominieren, wie schon lange keine mehr: Die Regenburg Legionäre 2. Die Mannschaft um das Trainergespann Ralf Kettner und René Thalemann verlor während der gesamten Saison nur zwei Spiele (eines in Simbach! und eines in Grünwald wegen einer fehlenden Spielerliste). Die Mannschaft wird sicherlich im nächsten Jahr auch in der Regionalliga zu den Topfavoriten gehören, sofern sie nicht zu viele Spieler an die Erstbundesligavertretung abgeben muß.

Die Hofnarren aus Grünwald haben sich nach einem furiosen Endspurt (7:2-Siege) noch von Platz vier auf zwei verbessert und können sich berechtigte Hoffnungen auf einen Aufstiegsplatz machen. Die Grünwalder zeigten sich in diesem Jahr als launische Diva, denn immer wieder verloren sie Spiele gegen die in der Abstiegsrunde vertretenen Mannschaften (je 2 x gegen Ambassadors, Landshut und Rosenheim), während sie die Spiele gegen die direkten Konkurrenten Freising und Augsburg überwiegend siegreich gestalten konnten. Sonst wäre Platz 2 schon viel früher festgestanden.

In Freising waren wohl alle zufrieden mit Platz 2 nach der Vorrunde, denn viele - auch meine Person - hatten die Grizzlies zu Beginn als klaren Absteiger gehandelt. Die Mannen von Armin Hegen konnten sich vor allem auf die Pitcherqualitäten von Saidi Sulialtu verlassen, der fast die gesamte Saison die ERA-Rangliste anführte, ehe er in den letzten Spielen ein wenig eingebrochen ist. Am Ende blieb somit nur der 3. Platz, was für die kommende Saison aber dennoch einiges erwarten läßt. Zudem wird die Mannschaft durch einige Spieler aus Eching verstärkt, da sich die Centurions auflösen werden. Mit dem verstärkten Kader werden die Freisinger 1998 sicher um die Meisterschaft spielen können.

Bei den Schwaben schien es, als spielten sie in diesem Jahr nur ihr Programm runter. Meist reichte es schon, wenn sie ihre langjährige Bayernliga-Erfahrung ausspielten und somit locker ihre Siege einfahren durften. Die Gators spielten zwar nicht überragend, aber ein solides Baseballspiel brachte ihnen viele Siege (u.a. vier mit Ten-Run-Rule gegen Rosenheim) ein. Die Tasache, daß die Augsburger seit Bestehen der Bayernliga in dieser Liga spielen, wirkt mittlerweile mehr als Fluch denn als Segen. Zwar konnten sie im letzten Jahr glücklich den Abstieg vermeiden, doch in diesem Jahr ließen sie immer wieder leichtsinnige Niederlagen ins Hintertreffen geraten. Vielleicht wird es im nächsten Jahr was mit dem Aufstieg, doch wer soll daran noch glauben!

Zu unkonstant waren die Leistungen der Rosenheim 89ers, vor allem gegen die vier erstplazierten Teams. Nur ein Sieg gegen Freising und deren zwei gegen Grünwald waren eine magere Ausbeute im Kampf um die Teilnahme an den Aufstiegsplayoffs. Im Gegensatz dazu konnten sie 14 von 15 Spielen gegen die schlechter plazierten Teams gewinnen. Das große Problem der Mannschaft war die in erster Linie fehlende Routine in vielen Spielen und die damit auch verbundene erhöhte Erroranzahl. Oft waren sie ihren Gegnern bis Mitte des Spieles ebenbürtig, bevor ein schwaches Inning die gesamte Arbeit zunichte machte. Waren die 89ers dann einmal im Rückstand, dann ergaben sie sich meistens ihrem Schicksal und verloren die Spiele teilweise sehr deutlich.

Die Giganten haben es wieder einmal ihrem Starpitcher Hermann Holzner zu verdanken, daß sie sich ein weiteres Jahr in der Bayernliga halten konnten. Gerade in den Spielen gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf gingen sie ein ums andere Mal als Sieger hervor und zudem dürfen sie stolz darauf sein, den Meister als einziges Team in dieser Saison spielerisch einmal geschlagen zu haben. Die Simbacher werden es mit ihrem Kader und der fehlenden Nachwuchsarbeit weiterhin sehr schwer haben, in der Bayernliga richtig Fuß zu fassen.

Nach nur einem Jahr müssen die Landshuter wieder den bitteren Weg in die Landesliga antreten. Die vier Niederlagen gegen Simbach waren letztendlich ausschlaggebend und besiegelten den Abstieg. Doch die Badgers hatten sehr viel Pech. Die Verletzungen zweier Pitcher während der Saison ließen am Ende keine bessere Plazierung zu, obwohl man sich mehr erhofft hatte. Ziel kann es jetzt nur sein im nächsten Jahr den direkten Wiederaufstieg zu schaffen!

Die Ambassadors sind furios mit zwei Siegen in Grünwald in die Saison gestartet, doch danach kamen nur noch drei weitere während der ganzen Saison hinzu. Coach Joseph Dietl hatte immer wieder Probleme mit seinen Latinos, so daß ständig Unruhe im ganzen Team herrschte. Nachdem das Potential an guten deutschen Spielern (vor allem im Pitching) sehr begrenzt war, folgte eine Niederlage nach der anderen. Die Münchener zeigten zwar ansatzweise ihr Können, doch dies reichte bei weitem nicht. Mittlerweile haben einige Spieler aufgehört Baseball zu spielen, so daß für 1998 ein Neuaufbau in der Landesliga angesagt ist.

Zum Abschluß möchte ich mich bei allen Vereinen und deren ehrenamtlichen Helfern für die gute Zusammenarbeit während des gesamten letzten Jahres bedanken. Ich kann nur hoffen, daß dies in der kommenden Saison so bleiben wird, denn das Motto kann dann auch nur heißen: MITEINANDER und nicht GEGENEINANDER!

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