Warnung!

Sie surfen noch immer mit dem Internet Explorer 6, einem mittlerweile 8 Jahre alten Browser, der zahlreiche Schwachstellen und Sicherheitslücken hat!

Sie sollten dringend auf den Internet Explorer 8 aktualisieren! Sollten Sie die Aktualisierung nicht selbst vornehmen können, wenden Sie sich bitte an Ihren IT-Support.

Mit einem Browser, der Web-Standards unterstützt würde diese Webseite besser aussehen und funktionieren, trotzdem sind alle Inhalte mit jedem Browser oder Internet-Zugangsprogramm zugänglich.

Bayerischer Baseball und Softball Verband e.V.http://unterhaltung.baseball-in-bayern.de
Impressum | | Suche 
  Baseballreport 14
Der Ball ist nicht gelb und auch nicht weich!
von Sabine Miedl

Endlich war es wieder soweit. Mitte April starteten die "Top 6" der bayerischen Softballvereine in die neue Saison. Nun sollte sich wieder einmal zeigen, wer die kalten Tage am besten genutzt hatte. Da gewöhnlich fast alle Mannschaften die Winter-Zwangspause nur leidlich in zu kleinen Turnhallen mit zu kurzen Trainigszeiten verbringen können und auch der noch sehr verschneite März und Aprilanfang nicht viel in puncto Freundschaftsspielen hergab, versprach die Saison von Anfang an Spannung.

Nach 2 Jahren Landesliga hatten sich die "Alt-Bayernligisten", die Banshees aus Baldham, wieder den Weg nach oben erkämpft und wollten frischen Wind in die Liga bringen. Leider sollten Sie später durch den Weggang der Stammspielerin Nina Lorenz nach Regensburg und das Verletzungspech ihrer Haupt-Pitcherin Aliki Vafiopoulos gehandikapt sein.

Auch die Aufsteiger des vergangenen Jahres, die Rosenheim 89ers, hatten bereits letzte Saison gezeigt, daß Sie in der Spitzentruppe mitspielen wollten und sich dafür den letzten Schliff bei einem Trainingslager in Italien geholt. Sie mußten jedoch den Weggang von Silke Marienberg verschmerzen, die wieder zu Ihren Wurzeln, den Academics, zurückkehrte.

Die Tigers hatten sich durch einige Ex-Brewers-Spielerinnen, z.B. die Bayernauswahl-Pitcherin Claudia Läng, verstärkt und versprachen neue Power. Ebenso galten die Regensburger Legionäre als starke Favoriten, immerhin hatten sie letztes Jahr den Vizetitel hinter den Academics aus München geholt und wollten dieses Jahr gleich mit 2 Mannschaften Ihre Gegner in Bedrängnis bringen.

Die Academics mußten dieses Jahr ihre zweite Mannschaft wieder zurückziehen, konnten sich aber so durch einige im letzten Jahr herangewachsene Spielerinnen besonders im Pitchingbereich verstärken.

Zu Beginn der Saison gab es einige Unklarheiten über das neu eingeführte Play-Off System. Wurde letztes Jahr bereits eine Relegationsrunde des 5. Bayernligisten gegen den 2. Landesligisten ausgetragen, so sollte es dieses Jahr auch eine Play-Off Runde um den bayerischen Meistertitel geben. Leider gab es zu Beginn der Saison hierzu wenig schriftliche Informationen, einiges Telefongeschick war gefordert.

Nichtsdestotrotz starteten am 13.04.97 alle mit vollem Elan bei eisigen Temperaturen in die neue Saison. Aufgrund des "strömenden Nieselregens", der bis zu 10 cm hoch auf den Spielfeldern liegenblieb, kam der Spielbetrieb nur schleppend in Schwung. Dennoch zeigten die Legionäre ihre gute Form und setzten sich schnell ungeschlagen an die Tabellenspitze. Sie hatten sich offensichtlich viel vorgenommen! Das restliche Feld hielt sich noch sehr ausgeglichen.

Um einigen Mannschaften die Teilnahme an internationalen Turnieren zu ermöglichen, und die Teams mit den Nationalspielerinnen (inzwischen 2 Senioren- und einige Juniorennationalspielerinnen aus Bayern!) nicht zu benachteiligen, wurden noch einige Spieltage verlegt. So kam es, daß der letztjährige Meister, die Academics aus München und die bisher fast ungeschlagenen Tabellenführer, die Legionäre (sie mußten sich überraschend einmal gegen Ansbach geschlagen geben) sich erst Ende Juni das erstemal gegenüberstanden. In zwei hochklassigen, hart umkämpften Spielen konnten sich die Academics behaupten und hatten nun wieder die Nase vorn.

Der restliche Saisonverlauf deutete darauf hin, daß wohl die Academics und die Legionäre den Meistertitel unter sich ausmachen würden. Die Rosenheim 89ers zeigten zwar immer wieder ihre Klasse, so bei Siegen gegen die zwei Spitzenteams, doch unterliefen dann leider zu viele Fehler, um vorne mithalten zu können. Auch die Tigers lieferten zum Teil sehr gute Leistungen ab, doch der Anteil von unerfahrenen Spielerinnen war wohl zu groß. Zum Schluß mußten beide Teams sogar um den Klassenerhalt bangen.

Der Stichtag für die Play-Offs rückte immer näher und die Spieltage waren noch längst nicht alle ausgespielt. Als es dann am vorletzten offiziellen Spielwochenende wieder in Strömen regnete war das, nach langem Hin und Her, für den Spielmodus der Meisterschaftsplayoffs, das endgültige Aus. Die Relegationsrunde für den Absteiger sollte jedoch ausgetragen werden.

Am vorletzten Spieltag trafen die Olympic Academics und die Legionäre erneut aufeinander und den Münchnern reichte schon ein Sieg zur Titelverteidigung. Die Legionäre mobilisierten noch einmal alle Kräfte, sogar Nationalspielerin Inken Rebentrost war so kurz nach ihrer schweren Fingerverletzung wieder im Einsatz. Nach einem spannenden Spiel konnten jedoch die Academics ihre zweite Meisterschaft feiern.

Der letzte Spieltag sollte nun noch über die Relegationsteilnehmer entscheiden. Die Ansbacherinnen hätten bei den Academics mindestens ein Spiel gewinnen müssen, um sich den Klassenerhalt zu sichern. Doch die Red Sox unterlagen zweimal äußerst knapp. Ansbach stand nun zusammen mit dem Tabellensechsten, den Banshees, für die Abstiegsrunde fest. Ansbach galt als Favorit, hatten die Red Sox doch die Hexen aus Baldham dieses Jahr in allen vier Ligaspielen und dem zusätzlichen Bayernpokal-Vorrundenspiel schon besiegt. Hier sollte nun aber die Unerfahrenheit der Truppe rund um das Pitcher-Catcher Gespann Sabine Bauereisen und Doris Theiss den Ausschlag geben. Leider müssen die Red Sox nun nach vielen Jahren Abschied von der Bayernliga nehmen.

Die Banshees erhalten noch die Chance gegen den Zweiten der Landesliga das Bayernligaspielrecht zu behaupten.

Anzumerken ist noch, daß die Einführung des Softball-Bayernpokals einer zweiten bayerischen Mannschaft die Chance eröffnet zur Deutschen Meisterschaft zu gelangen. Endlich können wir zeigen, daß auch in Bayern hochklassiges Softball gespielt wird. Bleibt zu hoffen, daß diese Entwicklung so weitergeführt wird!

Ausdrucken  
 
  Startseite | über baseball-in-bayern.de | Impressum | Kontakt | nach oben  
Mittelmosel-Linkliste